gemeinsam unterwegs, mit Christus im Zentrum

Wer wir sind

Seid ihr eine Kirche, oder was?
Wenn du schon einmal bei uns im CZI gewesen bist, dann hast du sicherlich bemerkt: Äußerlich sieht es in unserem Gemeindezentrum nicht direkt nach „Kirche“ aus. Kein Altar, kein Taufstein, keine Orgel. Ist das eigentlich eine Kirche? Oder was glauben die Menschen hier? Was heißt Evangelisch-Freikirchlich?

Anders als andere?
Zunächst einmal glauben wir mit allen anderen Christen gemeinsam, dass die Bibel Gottes Wort an uns Menschen ist. In ihr finden wir einen Maßstab für unser Denken und Handeln. Sie hilft uns, praktische Lebensfragen zu bewältigen und das Leben mit den Augen seines Erfinders, mit Gottes Augen, zu sehen. Vor allem lernen wir durch sie Gott selbst kennen.

Natürlich glauben wir an Gott, den Schöpfer des Universums. Er begegnet uns in der Person des Vaters, des Sohnes Jesus Christus und des Heiligen Geistes.
Wir vertrauen darauf, dass Jesus in diese Welt gekommen ist, um uns die Liebe seines himmlischen Vaters zu zeigen und uns schlussendlich von allem zu befreien, was uns von Gott trennt und fern hält. Dafür ist er stellvertretend für jeden Menschen am Kreuz gestorben. Jesus ist von den Toten auferstanden. Wir sind davon überzeugt, dass Menschen vom Schlechten und Bösen durch Jesus befreit werden, wenn sie ihn als Herrn über ihr Leben anerkennen und mehr und mehr durch und in seiner Liebe leben. Wir glauben, dass der Heilige Geist Menschen bestätigt, dass sie Gottes Kinder sind. Er schenkt ihnen natürliche Begabungen und übernatürliche Gaben, damit sie ihr Leben kraftvoll gestalten und Menschen in dieser Welt helfen und in Lieben begegnen können.

Und muss man da mitmachen?
Wir sind davon überzeugt, dass Christen schlecht als Einzelgänger in dieser Welt leben können. Deshalb freuen wir uns, wenn sich Christen verbindlich einer Kirche oder Gemeinde anschließen. Hier können sie auftanken, sich über ihre Erfahrungen, Probleme und Erfolge austauschen, sie erfahren praktische und geistliche Hilfe, und hier helfen sie einander, Gott immer mehr kennen zu lernen. Mitglied unserer Gemeinde kann jeder werden, der Jesus nachfolgt und auf das persönliche Bekenntnis seines Glaubens an Jesus Christus getauft worden ist.

Wo ist euer Altar?
Gib es auf! Wir glauben, dass Jesus ein für alle Mal geopfert und gestorben ist. Das müssen wir nicht wiederholen. Abendmahl feiern wir trotzdem einmal im Monat. Brot und Kelch stehen dann für alle bereit, die Jesus und seine Liebe als Richtungs-weisend in ihrem Leben anerkennen. Wir erinnern uns gerne daran, dass Jesus uns durch seinen Tod mit Gott versöhnt, alle Sünden vergeben und damit Gemeinschaft mit ihm und untereinander ermöglicht hat. Die Zeichen des Todes Jesu und seiner Vergebung, Brot und Kelch, reichen wir einander. Auch damit drücken wir aus, dass Christen zusammengehören. Im Kelch befindet sich Traubensaft. Wir wollen niemanden aufgrund von Alkoholproblemen ausschließen.

Und was bedeutet das mit der Frei-Kirche?
Christsein ist eine Sache der persönlichen, freiwilligen Entscheidung. Niemand kann sie für jemand anderes treffen. Menschen haben sich entschieden: Ich will mit Jesus zusammen leben. Er ist mein Herr. Ich möchte nicht ohne ihn leben. Ich will in einer Gemeinde, zusammen mit anderen Christen Gottes Willen erfragen und tun. Ich will andere mit Jesus Christus bekannt machen und ihnen helfen, mit Gott gute, persönliche Erfahrungen im alltäglichen Umfeld zu machen. Von einem theoretischen Christsein oder einem philosophischen Glauben halten wir genau so wenig, wie von einer bloßen Mitgliedschaft in einem Verzeichnis. Glaube ist immer aktives Bekenntnis zu Jesus – aufgrund einer frei-willigen, eigenen Entscheidung.

Über alles, was du eigenartig findest, kannst du gern mit uns ins Gespräch kommen. Wenn du jemand „offiziellen“ dazu aufsuchen möchtest, kannst du gerne mit unserem Gemeinde- oder Jugendpastor reden. Außerdem haben wir im Christuszentrum einen Info-Tresen, gleich links neben dem Eingang. Dort kann man dir sicherlich auch weiter helfen. Oder schnapp dir einfach irgendjemanden, der dir in unserer Gemeinde über den Weg läuft – um ins Gespräch zu kommen, bedarf es nicht viel!

Braucht ihr Geld?
Keine Angst, wir wollen wirklich Ihr Bestes und nicht Ihr Geld. Wir finanzieren uns über die freiwilligen Spenden unserer Mitglieder. Im Gottesdienst finden Sammlungen statt, oftmals für besondere Projekte. Und wer nichts ins Körbchen tun will oder kann, der wird ganz bestimmt nicht schräg angeguckt. Eine Kirchensteuer erheben wir nicht.

Und euere Name, „babtistisch“ und „Christuszentrum“?
Ursprünglich waren es andere, die uns Baptisten nannten. Das war als Spottname gedacht. Er stammt vom griechischen Wort für Taufe und wurde genutzt, weil die Gründerväter unserer Freikirche sich vor allem durch ihr Taufverständnis von den großen Kirchen unterschied (Kindertaufe bei den Kirchen „vs.“ Glaubenstaufe bei uns). 1941 wurde der Dachverband der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Deutschland gegründet. In ihm haben sich Gemeinden mit unterschiedlicher Wurzel aber gleichem Bekenntnis zusammengeschlossen. Nach dem Krieg blieb es bei diesem Namen.
Unser neues Gemeindezentrum haben wir Christuszentrum genannt. Uns ist ganz wichtig, dass Jesus Christus im Mittelpunkt steht.