Angst zu Jesus bringen

Angst zu Jesus bringen

Kriegen die Vögel die aktuellen Umständen mit? Bei uns im Garten singen sie, suchen nach Zweigen für die neue Nester und baden ganz normal in den Pfützen. Ob sie merken, dass es bei den Menschen ruhig geworden ist? Die Straßen sind viel ruhiger, keine Kundschaft in der Fußgängerzone, und der Schulweg ganz still. So wie die Vögel vor einem Tsunami ruhig werden, machen das nun die Menschen – während sie auf eine unsichtbare Welle warten. Die Angst ist spürbar in der Luft, und nachvollziehbar. Faszinierend finde ich, dass wir dieser Angst nicht ausgeliefert sind. Wir müssen keine Angst empfinden, auch wenn die Lage beängstigend ist. Frieden kann erfahrbar werden, sogar dort wo Angst nachvollziehbar ist.

Ich war vor einigen Jahren in Finnland im Winter bei -20 Grad geschäftlich unterwegs. Beim Naseputzen frierten mir die Nasenlöcher zusammen, so kalt war es. Aber meine Winterjacke war gut und ich blieb trotz der stark winterlichen Umgebung warm. Der Friede Gottes ist wie eine Winterjacke die nicht vor Kälte sondern vor Angst schützt, auch wenn die Umstände beängstigend sind. Man muss die Gefahr nicht verleugnen, um den Frieden zu bewahren!

Ich habe vorgestern ein stückweit sinnbildlich die ‚Kälte‘ empfunden und die Angst gespürt: zigmal am Tag die Nachrichten geschaut, mir Sorgen gemacht um das, was die Corona-Welle für uns als Gemeindefamilie bedeuten könnte; auch für meine Familie in England. Die Last wurde erdrückend.

Und dann habe ich bewusst meine Sorgen im ernsthaften Gebet zu Jesus gebracht – nicht nur die Umstände, sondern meine Ängste – und habe sie ihm innerlich vor seine Füße gelegt. Ich spürte Gottes Gegenwart, seine Entlastung, als wenn die Frühlingssonne auf meine Seele schien, und mir wurde warm. Die Verunsicherung war weg.

Draußen ist die ‚Temperatur‘ der Ängstlichkeit weiterhin deutlich unter null, aber mir ist warm. Nun bringe ich bewusst häufiger meine Sorgen zu Jesus, und schaue nur soviel Nachrichten wie mir hilfreich ist!

1.Pet.5,6-7 Beugt euch also unter Gottes starke Hand, damit er euch erhöhen kann, wenn die Zeit gekommen ist. Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.

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